Meine ehemaligen Lehrer:

Daniel Morlier, Querflöte

(Letzte Änderung am 10.04.2019)

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1948 schloss er sein Studium am Konservatorium in Strasbourg mit dem 1. Preis einstimmig ab. Obwohl er im folgenden Jahr schon erster Flötist des Orchestre Symphonique de Mulhouse wurde, studierte er weiter, am Pariser Konservatorium, wo er 1952 den 1. Preis einstimmig erhielt.

 

Er gewann den 1. Preis beim internationalen Wettbewerb für Kammermusik in Martigny und wurde Preisträger bei den zwei größten Musikwettbewerben dieser Zeit: in München (ARD) in 1953 und Genève (Concours International d’Exécution Musicale) im Jahr 1954.

 

Im Orchestre Symphonique de Mulhouse spielte er bis 1972 und er war von 1954 bis 1988 Professor am dortigen Konservatorium. Viele seiner Schüler sind professionelle Musiker geworden - unter denen kann man Philippe Boucly (Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks, München), Eric Kirchhoff (Deutsche Oper, Berlin) und Patrice Kirchhoff (Orchestre National de France, Paris) nennen.

 

Er war ein hervorragender Flötist und Musiker ersten Ranges, ein bewundernswerter Vertreter von dem, was man damals noch “die französiche Schule” nannte.

Ich besuchte ihn zum letzten Mal im Januar 2010. Er war 81 Jahre alt, spielte aber noch so fein und rührend wie früher. Sein technisches Niveau war natürlich nicht mehr wie ein paar Jahre zuvor, aber musikalisch war es (immer noch) viel weiter als das, was die meisten von uns je erreichen werden.

 

Es gab sicher immer schon hervorragende Flötisten, heute gibt es sogar mehr als je. Die echten und feinen Musiker sind seltener. Die der Klasse von Daniel Morlier gibt es kaum.

 

Er starb am 3. Januar 2018 in seinem 90. Lebensjahr.