Biographie

(Letzte Änderung am 7.04.2019)

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Ich bin 1978 in Mulhouse im Elsass geboren und bekam dort mit acht Jahren an der Musikschule eines bescheidenen Musikvereins den ersten Solfeggio- und Blockflöten-unterricht. Mit neun fing ich an, Querflöte spielen zu lernen.

 

Meine ersten Lehrer waren Laien, wie es damals an kleinen Musikschulen üblich war. Nach ein paar Jahren führte mich meine damalige Lehrerin zu ihrem eigenen Lehrer,  Daniel Morlier - ein großartiger Flötist und Musiker. Ich blieb leider nur ein Jahr Schüler bei ihm, denn ich hatte mich - seinen Rat folgend - gleich an die Staatliche Musikschule in Mulhouse angemeldet und wurde dort aufgenommen. Später studierte ich bei  Georges Alirol an der Staatlichen Musikschule in Evreux, bei Stéphane Réty in Mulhouse, und am Konservatorium in Strasbourg in der Klasse von Sandrine François, wo ich 2002 den Diplom für Querflöte einstimmig und 2003 den 1. Preis einstimmig und mit Auszeichnung ("1er Prix de perfectionnement à l'unanimité avec les félicitations du jury") erhielt. 2004 schloss ich mein Querflötenstudium mit dem 1. Preis einstimmig an der Staatlichen Musikschule in Aulnay-sous-Bois in der Klasse von Patrick Gallois ab.

 

Dazu habe ich Fagott studiert - mit  Jiri Stavicek in Basel und mit Pascal Gallois, in Paris, an der Staatlichen Musikschule in Gennevilliers (1. Preis in 2000) und der Hochschule für Musik in Zürich.

Ich gab mit 16 Jahren meine ersten Unterrichtsstunden, nachdem ich von der Leiterin einer kleinen Musikschule gefragt wurde, suchte aber bald nach einem erfahrenen Vertreter. Ich nahm den Musikerberuf damals schon sehr ernst und fühlte mich nicht reif genug, um Anderen zu unterrichten. Ich war eigentlich selbst noch Schüler, auch wenn viel weiter fortgeschritten.

Eine regelmäßige Unterrichts-tätigkeit betrieb ich erst ab dem Jahr 2000 wieder und ich unterrichtete dann bis 2009 an mehreren Musikschulen im Elsass.

 

Zwischen 2002 und 2008 spielte ich auch regelmäßig mit Orchestern wie dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg und dem Orchestre Symphonique de Mulhouse, dazu mit verschiedenen Ensembles, wie den Ensembles Linea und Accroche Note.

 

Bei den Flötenwettbewerben "UFAM" 2006 und "Allain Cadinot - Yamaha Musique France" 2008 in Paris gewann ich jeweils den 1. Preis einstimmig.

Kurz nach diesem letzten Wettbewerb, im Sommer 2008, fing ich an, an einer fokalen Dystonie zu leiden. Diese Bewegungsstörung, die in meinem Fall die Finger der linken Hand betraf, zwang mich dazu, meine Konzerttätigkeit ganz einzustellen. Ich hörte auch bald auf, zu unterrichten, weil ich fürchtete, ich hätte meinen Schülern vielleicht etwas Schlechtes beibringen können.

 

In der schlimmsten Phase, zwischen September 2008 und Mai 2009, konnte ich nicht mal das spielen, was Anfänger in den ersten Monaten spielen... Mein Zustand verbesserte sich dann sehr langsam. So durfte ich im Dezember 2009 an einem ersten aber sehr bescheidenen Konzert wieder teilnehmen. In dieser Zeit konnte ich nur sehr wenige Stücke spielen. Echte Recitals gab ich erst ab 2012 wieder - damals noch fast ausschließlich mit Barockmusik, dazu ein paar moderneren aber ziemlich einfachen Stücken. Ab 2014 konnte ich wieder anspruchsvollere Werke spielen, aber es dauerte noch 2 Jahre, bis ich endlich auch virtuose Stücke und ein wirklich breites Repertoire wieder spielen konnte, was eine normale Konzerttätigkeit wieder ermöglichte.

 

Ich lebte von 2010 bis 2018 in Deutschland, unterrichtete in diesen Jahren in Hannoversch Münden und an der Musi-Kuss Musizierschule in Göttingen. Dort betreue ich meine Schüler noch bis zum Ende des Schuljahres, obwohl ich seit Sommer 2018 wieder in Frankreich wohne.

 

Ich unterrichte dazu seit September 2018 an der Musikschule Mittleres Wiesental im südlichen Baden-Württemberg, seit November 2018 an der Ecole de Musique du Sundgau im Elsass, und seit Februar 2019 an der Freien Musikschule Basel.