Biographie

(Letzte Änderung am 29.11.2019)

Kurze Vorstellung

 

Ich bin 1978 im Elsass geboren und bekam mit neun Jahren den ersten Querflötenunterricht. Meine Lehrer waren u.a.  Daniel Morlier, Georges Alirol und Stéphane Réty. Ich studierte dann am Konservatorium in Strasbourg und in der Klasse von Patrick Gallois an der Staatlichen Musikschule in Aulnay-sous-Bois, dazu Fagott mit Jiri Stavicek in Basel und mit Pascal Gallois, in Paris, Gennevilliers und Zürich. Von 2000 bis 2009 unterrichtete ich an Musikschulen im Elsass. Ab 2002 spielte ich auch mit Orchestern und Ensembles, wie dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg, dem Orchestre Symphonique de Mulhouse. Bei den Flötenwettbewerben "UFAM" 2006 und "Allain Cadinot - Yamaha Musique France" 2008 in Paris gewann ich jeweils den 1. Preis einstimmig. Ich lebte von 2010 bis 2018 in Deutschland, unterrichtete in Hannoversch Münden und Göttingen. Seit 2018 lebe ich wieder in Frankreich. Ich unterrichte im Elsass an der Ecole de Musique du Sundgau und in Kingersheim, dazu an der Freien Musikschule Basel, und trete regelmäßig in Konzerten in verschiedenen Kammermusik-Besetzungen auf.

Ausführliche Biographie

Ich bin 1978 in Mulhouse im Elsass geboren. Meine Eltern waren beide Laienmusiker und ich bekam mit acht Jahren an der Musikschule eines bescheidenen Musikvereins den ersten Solfeggio- und Blockflötenunterricht. Mit neun fing ich an, Querflöte spielen zu lernen.

 

Nach ein paar Jahren führte mich meine damalige Lehrerin zu ihrem eigenen Lehrer: Daniel Morlier (1) - ein großartiger Flötist und Musiker. Ich blieb leider nur ein Jahr Schüler von ihm, denn ich hatte mich - seinen Rat folgend - gleich an die Staatliche Musikschule in Mulhouse angemeldet und wurde dort aufgenommen. Später studierte ich bei Georges Alirol (2) an der Staatlichen Musikschule in Evreux, bei Stéphane Réty in Mulhouse, und am Konservatorium in Strasbourg (Klasse von Sandrine François), wo ich 2002 das Diplom für Querflöte einstimmig und 2003 den 1. Preis einstimmig und mit Auszeichnung ("1er Prix de perfectionnement à l'unanimité avec les félicitations du jury") erhielt. 2004 schloss ich mein Querflötenstudium mit dem 1. Preis einstimmig an der Staatlichen Musikschule in Aulnay-sous-Bois in der Klasse von Patrick Gallois ab.

 

Dazu habe ich Fagott studiert - mit Jiri Stavicek (3) in Basel und mit Pascal Gallois, in Paris, an der Staatlichen Musikschule in Gennevilliers (1. Preis in 2000) und der Hochschule für Musik in Zürich.

 

Nachdem die Leiterin einer kleinen Musikschule mich gefragt hatte, gab ich mit sechzehn meine ersten Unterrichtsstunden. Ich suchte aber bald nach einem erfahrenen Vertreter. Ich hielt den Musikerberuf damals schon für eine sehr ernste Sache und fühlte mich nicht reif genug, um Anderen zu unterrichten. Ich war eigentlich selbst noch Schüler, auch wenn viel weiter fortgeschritten.

 

Erst fünf Jahre später betrieb ich wieder eine regelmäßige Unterrichtstätigkeit. Bis 2009 unterrichtete ich dann an Musikschulen im Elsass.

 

Ab 2002 spielte ich auch mit Orchestern und Ensembles wie dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg, dem Orchestre Symphonique de Mulhouse und den Ensembles Linea und Accroche Note.

 

Bei den Flötenwettbewerben "UFAM" 2006 und "Allain Cadinot - Yamaha Musique France" 2008 in Paris gewann ich jeweils den 1. Preis einstimmig.

 

Kurz nach diesem letzten Wettbewerb, im Sommer 2008, fing ich an, an einer fokalen Dystonie (4) zu leiden. Diese Bewegungs-störung (die in meinem Fall die Finger der linken Hand betraf) zwang mich dazu, meine Konzerttätigkeit ganz einzustellen. Ich hörte auch bald auf, zu unterrichten, weil ich fürchtete, ich hätte meinen Schülern vielleicht schlechte Angewohnheiten beibringen können.

 

In der schlimmsten Phase - zwischen September 2008 und Mai 2009 - konnte ich nicht mal das spielen, was Anfänger in den ersten Monaten spielen... Mein Zustand verbesserte sich dann sehr langsam. So durfte ich im Dezember 2009 an einem ersten aber sehr bescheidenen Konzert wieder teilnehmen. In dieser Zeit konnte ich nur sehr wenige Stücke spielen. Echte Recitals gab ich erst ab 2012 wieder - damals noch fast ausschließlich mit Barockmusik, dazu ein paar moderneren aber ziemlich einfachen Stücken. Ab 2014 konnte ich wieder anspruchsvollere Werke aufführen, aber es dauerte noch zwei weitere Jahre, bis ich endlich auch virtuose Stücke und ein wirklich breites Repertoire wieder spielen konnte, was eine normale Konzerttätigkeit wieder ermöglichte.

 

Von 2010 bis 2018 lebte ich in Deutschland. Ich unterrichtete in Hannoversch Münden, und bis 2019 an der Musi-Kuss Musizierschule in Göttingen.

 

Seit 2018 lebe ich und unterrichte ich wieder in Frankreich im Elsass, an der Ecole de Musique du Sundgau und seit 2019 in Kingersheim, dazu ebenso seit 2019 an der Freien Musikschule Basel.

 

Die Lehrtätigkeit ist ein wesentlicher Teil meines Lebens: eine Pflicht, die ich aber mit Leidenschaft und großer Begeisterung ausübe. Es ist mir aber auch immer wichtig gewesen, ein Musiker zu sein, der unterrichtet - nicht ein Lehrer, der gelegentlich spielt. Die Konzerttätigkeit ist der natürliche zweite Teil des Musikerlebens. So trete ich auch regelmäßig in Konzerten in verschiedenen Kammermusik-Besetzungen auf.

Fußnoten - Klicken Sie auf das Thema

(1) Daniel Morlier

(2) Georges Alirol

(3) Jiri Stavicek

(4) Dystonie